Da Turnier in Sempach

von Beat Niederberger

Only the sky is the limit

Redaktor: Kamer Daniel

 

 

Jetzt galt es also ernst. Die eingeheimsten Lorbeeren am Turnier in Buttisholz zählten nichts mehr.

Bei Hallenturnier des FC Sempach warteten D- Teams der regionalen Oberklasse. Es sollte die erste und letzte Standortbestimmung vor dem IFV- Turnier von Anfang Januar werden.

Vier Gruppenspiele galt es erfolgreich zu gestalten, nur so konnte der Vorstoss in die Top 4 der Rangliste erreicht werden. Frei nach dem Motto: «Only the sky is the limit».

Spiel 1 gegen den Gastgeber FC Sempach. Wie in Buttisholz wurden mit zwei Jahrgangsblöcken begonnen. Unser DA nahm das Spieldiktat sofort in die Hand. Spielte ruhig und konzentriert, aus der kontrollierten Abwehr die Angriffe gezielt aufbauend. Schnell war das 1:0 erzielt und man war bereits geneigt, das Spiel in trockenen Tücher zu sehen. Doch Sempach kam immer besser ins Spiel. Schnell, direkt und schnörkellos. So war das 1:1 am Schluss ein gerechtes Resultat.

Bereits im zweiten Spiel wartete Willisau. Da war gesunder Respekt sicher angebracht. Auch hier sah man ein Spiel auf gutem Niveau. Wenn auch leider mit leichten Vorteilen auf Seiten der Hinterländer. So musste dann eine knappe 0:1 Niederlage eingesteckt werden.

Tja, zwei Spiele, ein Punkt. Das war nix. Jetzt musste ein Sieg her.

Das war wohl auch die Erkenntnis des Trainer- Triumvirates. Gegen Hitzkirch wurden nun die Jahrgangsblöcke aufgebrochen und sie starteten mit «all-in». Der Powerblock erfüllte die Erwartungen und ging zügig 2:0 in Front. Was anschliessend folgte, war dann aber nichts für schwache Nerven. Rums, ein Gegentor. Und dann wurde zu allem Übel auch noch unserem Goalie, seine sonst so stark bewunderte Coolness, zum Verhängnis. 2:2. Schwamm drüber. Kann passieren. Zum Glück hatte der Goalie- Gott dann aber noch ein Einsehen und Noe bestrafte diesen Lapsus des Gegners mit dem schlussendlich doch verdienten 3:2.

Drei Spiele, vier Punkte. «Das wird knapp», das sagten sich wohl auch Sempach und Nottwil. Wilisau stand bereits sicher im Halbfinal. Hätte jetzt in der letzten Runde Wilisau Sempach besiegt und hätte Ebikon Nottwil geschlagen, dann hätte es gereicht. Aber eben, etwas sehr viel Konjunktiv.

Ein alte Hallenfussballer- Weisheit bewahrheitet sich: Man sollte es tunlichst vermeiden, das eigene Weiterkommen von Anderen abhängig zu machen!

Wilisau liess verständlicherweise etwas den Biss vermissen, und Sempach wollte am eigenen Heimturnier noch etwas reissen: Resultat 2:0 für Sempach. Somit nützten weder Nottwil noch Ebikon ein Sieg im letzten Gruppenspiel etwas. Die zwei Halbfinalisten standen beim Anpfiff schon fest.

Es ist ja leider Gottes nun auch nicht so, dass das DA nur aus absoluten Reissern und Mentalitätsmonstern besteht. Der unbedingte Siegeswille, den es auch in Spielen um die goldene Ananas braucht, den lassen einige Spieler beizeiten etwas vermissen. Auf jeden Fall bekamen sie die Quittung mit einer 0:2 Niederlage. Und das gegen einen Gegner, den man doch eigentlich hätte schlagen sollen/ können/ müssen. Einmal standen zwei Verteidiger ziemlich im Schilf und das Eigentor, dass entschuldigen wir mit der vorangegangenen Übernachtungsparty des Schützen.

Fazit des Fans (welcher zugegebenermassen über keinen echten Fussballverstand verfügt):
Nah dran zu sein, ist ehrenvoll. Aber eben nur nah dran. Nicht mehr.
Zumindest zeugten die vielen Spiele mit knappem Ausgang von einem sehr ausgeglichenen Teilnehmerfeld.

Ein weiteres Turnier ist nicht vorgesehen und zwei Trainings im neuen Jahr werden reichen müssen zur Vorbereitung des IFV. Es bleibt zu hoffen, dass die Jungs das Sieger- Gen und den Killer- Instinkt über die Festtage via Weihnachts- Guetzli oder Christbaum- Schokolade aufnehmen.
Lassen wir uns überraschen. HOPP Ebikä, HOPP DA !

Ebikon spielte mit:

Riku, Livio, Lars, Noe, Ledion, Nicola, Ian, Albin, Dejvid, Nicolas, Jaan und Nevio
abwesend: Leandro (Familie)

 

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